Veranstaltungskomplex: Abschiebung und Migration
am 30.01.2006
Euch erwarten Infoveranstaltungen, Diskussionen, Vorträge und Filme.
Die Termine werden unterstützt/organisiert/durchgeführt von:
HoPo-Team AStA-Uni-Bi, AStA-FH, ASR-Uni Bi, AntiFa-Ag Uni-Bi, FemRef Uni-Bi.
“Menschen verlassen den Ort, den sie seit ihrer Kindheit kannten; lassen dort oft Familie und Bekannte zurück, um Armut, Hunger, Krankheit, politischer Verfolgung, Folter und Krieg zu entgehen. MigrantInnen werden in der BRD von Behörden und Gesetzgebern empfangen, die abseits jeglicher Öffentlichkeit die bestehenden Aufenthalts- und Einreiseregelungen immer weiter verschärfen und so Stück für Stück an der Festung Europa bauen. Sie erwartet aber auch eine Gesellschaft, die den Alltag zum Spießrutenlauf macht und sie herablassend zu “Legalen” oder “Illegalen” Menschen erklärt. Der alltägliche Rassismus der selbsternannten Mehrheiten vernetzt sich mit den subtilen, ansozialisierten Rassismen im Kopf und den verschiedenen Verwertungsmechanismen unserer Gesellschaft. Die folgenden Vorträge, Diskussionen und Filmvorführungen stellen trotz oder gerade aufgrund von unterschiedlichen Perspektiven und Zugängen, den Versuch dar, einige Teilaspekte wiederholt zum Thema zu machen.”

01.02.06 // 13.00 - 15.00 Uhr // Antifa-Cafe im AG-Raum C1-166 auf der AStA-Galerie
Filmvorführung: “The truth lies in rostock - Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock”
Der Film dokumentiert die drei Tage andauernden Pogrome in Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Der Film entstand als Kooperation zwischen Jugendlichen des Rostocker Jugend-Alternativ-Zentrums und der Filminitiative “Jako” mit den britischen Dokumentarfilmern Mark Saunders und Siobhan Cleary. Die Jugendlichen filmten drei Tage lang die Eskalationen und Ausschreitungen in und um die zentrale Aufnahmestelle für AsylbewerberInnen und das benachbarte Wohnheim vietnamesischer VertragsarbeiterInnen im Plattenbau-Stadtteil Lichtenhagen. Anschließend versuchten sie in monatelanger Recherchearbeit die Hintergründe der Pogrome und das Verhalten/Versagen von staatlichen Behörden und ‘Zivilgesellschaft’ zu recherchieren.
06.02.06 // 19.00 Uhr // IBZ-Bielefeld
Info-Veranstaltung und Diskussion: “Zur Situation von Migrantinnen in der Prostitution”
Mit Do Lindenberg (Madonna e.V. Bochum)
Veranstaltet vom feministischen Referat für LesbenFrauenTransgender der Uni Bielefeld
In der Veranstaltung wird über die soziale und rechtliche Situation von Migrantinnen in der Prostitution berichtet, die aus unserer Sicht hauptsächlich durch das Aufenthaltsrecht und durch die Stigmatisierung ihres Berufes gekennzeichnet ist.
08.02.06 // 19.00 Uhr // Hörsaal in der Uni
Filmvorführung: “Abschiebung im Morgengrauen” Film fällt heute aus! Nachholtermin in Kürze.
Der Film beobachtet Beamte, die in dieser Abteilung tätig sind. Nach welchen Kriterien urteilen die Mitarbeiter des Amtes, wie gehen sie mit den Menschen um, über deren Schicksal sie auf oft dramatische Art mitentscheiden? Zum ersten Mal hat die Ausländerbehörde Hamburg einem Team des NDR gestattet, den gesamten Prozess der Abschiebung mit der Kamera zu begleiten.
Es ist drei Uhr morgens, als sechs Mitarbeiter der Hamburger Ausländerbehörde, begleitet von einigen Polizisten, an der Tür der Familie Kryezi klingeln. Die Beamten drängen in die kleine Wohnung: Eine halbe Stunde hat Elvira Kryezi Zeit, um hastig ein paar Kleider zusammenzupacken, ihre fünf Kinder zu beruhigen und Verwandte zu benachrichtigen, dass die Familie nach 15 Jahren in Deutschland in den Kosovo abgeschoben wird. Morgendliche Begleitung.
15.02.06 // 18.00 Uhr // Ort: R2-155 (Uni Bielefeld)
Vortrag: “Abschiebehaft - am Beispiel des Abschiebeknast Büren-Stöckerbusch bei Paderborn”
mit F. Gockel (Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.)
Der Verein wurde im Jahre 1994, kurz nach der Eröffnung der Abschiebehaftanstalt Büren, gegründet. Seit dieser Zeit arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in zwei großen Gebieten: Zum einen gehen wir in das Gefängnis und versuchen dort, den unmittelbar von der Abschiebehaft betroffenen Menschen und ihren Angehörigen mit einem breiten Angebot zu helfen und zu unterstützen, zum anderen versuchen wir, die Mauern der Abschiebehaft ein wenig transparenter zu machen, um die Öffentlichkeit über die unmenschliche Praxis der Abschiebehaft zu informieren.
Die Termine werden unterstützt/organisiert/durchgeführt von:
HoPo-Team AStA-Uni-Bi, AStA-FH, ASR-Uni Bi, AntiFa-Ag Uni-Bi, FemRef Uni-Bi.

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