Veranstaltungen zum 10-jährigen Jubiläum der antifa-ag
am 21.11.2007
Am 27.11. um 19h gibt es einen Vortrag mit Diskussion zu
“Die Konstruktion gefährlicher Orte.
Räumliche Strategien von Überwachung und Kontrolle im Neoliberalismus”
Ort: Uni T2-121
Am 29.11. auch um 19h noch ein Vortag mit dem Titel:
“Die Linke und der Nahostkonflikt.
Extreme Identfikationen und Probleme eines linken Universalimus”
Ort: Uni T2-121
Am 11.12. 19h
“Die Linke in Russland”
Ort: Uni Hörsaal H 10
Am 27.11. um 19h gibt es einen Vortrag mit Diskussion zu
“Die Konstruktion gefährlicher Orte.
Räumliche Strategien von Überwachung und Kontrolle im Neoliberalismus”
Ort: Uni T2-121
In der Stadt treffen sie aufeinander, das große Thema Sicherheit und die privaten Sorgen des ganz normalen Bürgers. Terror und Hundekot,Vergewaltigung und Verstöße gegen Meldepflichten: An “gefährlichen Orten” ist alles möglich. Das Reden vom gefährlichen Ort hat in den meisten Bundesländern eine ganz konkrete Bedeutung: Beschränkungen der Handlungsoptionen der Polizei werden an solcherart klassifizierten Orten außer Kraft gesetzt. Auch die Begründung für das Aufstellen von Überwachungskameras rekurriert in der Regel (noch) auf den “gefährlichen Ort” am geplanten Kamerastandort. Über diese konkreten Bedeutungen hinaus ist die Konstruktion von “gefährlichen Orten” in öffentlichen Debatten, medialen Äußerungen und konkreten Handlungen der relevanten Akteure ein Beispiel für die Konstruktion von Raum durch menschliches Handeln: Ein Raum ist eben nicht (nur) ein materialer Raum, sondern zeichnet sich durch Nutzungsmuster, Symboliken etc. aus, die nicht für alle Menschen gleich sind und die im alltäglichen Handeln reproduziert werden.
Im Vortrag soll zunächst kurz in den Kontext aktueller Entwicklungen der “Sicherheitsgesellschaft” eingeführt werden um dann Prozesse der Konstruktion so genannter gefährlicher Räume allgemein und an konkreten Beispielen zu untersuchen.
Referent: Peter Ullrich
Am 29.11. auch um 19h noch ein Vortag mit dem Titel:
“Die Linke und der Nahostkonflikt.
Extreme Identfikationen und Probleme eines linken Universalimus”
Ort: Uni T2-121
AktivistInnen marschieren mit USA- und Israelfahnen oder treffen sich mit der Hamas, um politische Kooperation auszuloten - das ist das Handlungspektrum deutscher Linker zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wenn es um Israel oder Palästina geht. Nicht selten führt die Konfrontation der beiden Lager zu physischer oder psychischer Gewalt. Was bei beiden Extrempositionen meist auf der Strecke bleibt, ist ein kühler Kopf und eine wahrhaft universalistische Positionierung der Linken, die kein Unrecht als kleineres Übel akzeptiert.
Im Vortrag soll den Ursachen dieser Identifikationen nachgegangen werden. Dabei werden beispielhaft die Auseinandersetzungen über den Nahostkonflikt in der deutschen und der britischen Linken analysiert, wobei deutlich wird, welch große Rolle die jeweilige nationale Prägung spielt.
Am 11.12. 19h
“Die Linke in Russland”
Ort: Uni Hörsaal H 10
In Zeiten “gelenkter Demokratie”, zunehmender autoritär-staatlicher Eingriffe in allen Bereichen des öffentlichen Lebens hat sich ein durchgesetzter Kapitalismus mit einer sowjetischen Art des Regierungsstils vermischt. Rechte Tendenzen und Klerikalismus stellen neue-alte Ideologeme dar. Ist eine emanzipatorische linke Politik noch möglich?
Referent: Peter Ullrich
Der Referent ist Soziologe an der Universität Leipzig und aktiv bei
der “Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung”
Außerdem ist er Soziologe an der Universität Leipzig und schrieb seine
Doktorarbeit zum Thema “Die Linke, Israel und Palästina. Diskursive
Gelegenheitsstrukturen und die linken Nahostdiskurse in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland”, von ihm liegt eine Vielzahl von Veröffentlichung zum Thema vor.

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