“Kritischer” Oberstleutnant an der Uni?
am 29.10.2006
Wir fordern:
Der AStA soll den Vortrag von Oberstleutnant Jürgen Rose zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr am 31.10.06 absagen und den Oberstleutnant ausladen.
Der AStA unterstützt sonst offen die Bundeswehr, da der besagte Oberstleutnant natürlich generell militaristisch eingestellt sein muss, sonst wäre er nicht ebensolcher. Gerade solch vorgeblich kritische Soldaten, die die Nazitradition der Bundeswehr ablehnen, dienen dazu eine reformierte Bundeswehr zu rechtfertigen. Bei einem Angehörigen des Militärs ist ganz sicher, dass er zutiefst national, autoritär, staatstreu und so weiter und so fort ist. Der AStA darf solchen Personen und Positionen keinen Raum geben, sonst macht er sich zum Handlanger der Militaristen, der Staatsmacht, der Bundeswehr. Auch wenn der General der Bundeswehr sicherlich ein Dorn im Auge ist, so doch nur weil er einzelne Facetten kritisiert ohne dazu autorisiert zu sein. Mit Sicherheit dient er den Interessen der Bundeswehr aber dennoch, da er grundsätzlich eine reformierte Bundeswehr, eine militaristische Gesellschaft befürwortet. Dieser General bezieht sich in seinen Artikeln zudem positiv und unkritisch auf Geschichtsrevisionisten wie Ernst Nolte und deutsch-nationalisten wie Stauffenberg, ebenso wie konservative, nationale Politiker wie Volker Rühe. Der AStA sollte diesen Vortrag sofort absagen, da er nicht im Interesse des AStA oder der Studierendenschaft sein kann. Wir verstehen nicht, wie es überhaupt zu der Einladung gekommen ist, jetzt muss der Schaden begrenzt werden.
Wenn Du auch nicht möchtest, dass der AStA alternativ-deutschnationaler Kriegsführung eine Selbstdarstellungs-Plattform gibt, kannst Du dazu gern etwas im AStA-Büro sagen. Danach kannst Du auch noch gleich in der Antifa-AG vorbeischauen und bei uns für die Ausladung des Soldaten unterschreiben.

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