Im Fernsehen die Fußball-WM. Im Radio die Deutschpopquote. Und bei der Telekom die GröNaZ -Größte Nationalmannschaft aller Zeiten.
Dies sind nur ein paar Elemente der gegenwärtigen (Neu)Herstellung der Nation in Deutschland. Wie diese systematisch in einem Zusammenhang mit Kapital und Staat stehen, wird im ersten Teil des Vortrags herausgearbeitet. Im Anschluss daran widmet er sich weiteren Zutaten des deutschen Eintopfs: Vergangenheitspolitik, intellektuelle Mitbasteleien und Antiamerikanismus.

Das klingt komprimiert dann ungefähr so:
“Vor allem der affirmative Bezug auf die Nation, wie er im neuen deutschen Pop en vogue ist, drückt die Identifikation mit Herrschaft, Ausgrenzung und Ausbeutung aus und bestärkt die bestehende Irrationalität der Vergesellschaftungsform, deren offensichtlichstes Merkmal wahrscheinlich ist, dass die immer größere Produktion stofflichen Reichtums eine immer größere Verarmung mit sich bringt. Doch die kapitalistische Vergesellschaftung ist nicht zu reduzieren auf die Ökonomie und schon gar nicht als reines Verteilungsproblem des gesellschaftlichen Reichtums zu thematisieren (so wie es viele in den Rudimenten sozialer Bewegungen tun). Stattdessen gilt es, Politik und Gesellschaft, Staat und Ökonomie als nicht zu trennende zu begreifen und die Gesellschaft als Ganze zu kritisieren.â€?

Vortrag von sinistra! - radikale linke / Frankfurt a.M.
Donnerstag // 18. Mai 2006 // 20:00 Uhr
Universität Bielefeld // Hörsaal 15

presented by Antifa-AG/Uni-Bi

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