Am 16.09.2006 wollten Nazis im Rahmen ihres “Großkampftages” durch Bielefeld, Gütersloh und Minden marschieren. In allen drei Städten wurden sie nach wenigen Metern gestoppt. minden_spontandemoAls “Revanche” planten sie, allen voran die “Nationale Offensive Schaumburg” (NOS), einen Aufmarsch am 25.11.2006 in Minden, den sie aber einen Tag zuvor wieder absagten. AntifaschistInnen hatten unter dem Motto “NJET - Kein Naziaufmarsch kommt durch” nach Minden mobilisiert, um die Nazis in ihren Plänen zu stoppen. Nachdem diese aber ausblieben, formierten sich in der Innenstadt etwa 150 Antifas zu einer Spontandemo zum Bahnhof, dem ursprünglich geplanten Auftaktpunkt der Nazis. Wenig später entschlossen sich AntifaschistInnen den Wohnort der beiden NOS-Kader Marcus Winter und Arwid Strelow zu besuchen.

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So demonstrierten an die 100 Antifas in Lindhorst und verteilten Flugblätter an die BewohnerInnen.

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Als die aus Lindhorst zurückgekehrten Antifas wieder in Minden eintrafen, stand bereits fest, dass die Nazis inzwischen eine Kundgebung vor der Polizeiwache genehmigt bekommen hatten, die um 16.30 Uhr beginnen sollte. Ganze 12 Nazis fanden sich dafür in der Nähe der Wache zusammen - auf der anderen Seite über 100 GegendemonstrantInnen. Die Polizei sperrte die Straßen rund um das Geschehen ab, inklusive Schnellstraße und Zubringer, so dass die Nazis völlig isoliert und geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot versuchten, ihr Kundgebung durchzuführen. Angesichts der lautstarken Gegeproteste war dies allerdings ein aussichtloses Unterfangen. Die Nazis beendeten dann eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Ende ihre Kundgebung und ließen sich von der eintreffenden Bezirksreserve der Polizei zu ihren Autos eskortieren. Die AntifaschistInnen traten ihren Nachhauseweg autonom an - mit einer Spontandemo durch die Innenstadt zum Bahnhof.

Einen ausführlichen Bericht von Schaumburger AntifaschistInnen findet ihr hier: Antifa-Aktionen in Minden und Lindhorst
Linke Demo mit Polizeischutz
(Schaumburger Nachrichten)

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